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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Oberreidenbach
1931
gründete man die Freiwillige Feuerwehr Oberreidenbach, geprägt von
der Bereitschaft, Leben und Eigentum der Bürger zu schützen. Bis zu
diesem Zeitpunkt bestand die örtliche Pflichtfeuerwehr, deren
Mitglieder bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr geschlossen
in diese eintraten.
In der Gründungsversammlung wählte man Jakob Weber zum Wehrführer
und Julius Flohr zu dessen Stellvertreter.
1934
wurde dann Julius Flohr zum Wehrführer gewählt, der dieses Amt bis
zum Erreichen der Altersgrenze, insgesamt 33 Jahre, ausübte.
Infolge schwacher Gemeindefinanzen
musste man sich in den ersten Jahren mit nur wenigen
Feuerwehrgeräten begnügen. Die vorhandenen Gerätschaften benutzte
man in den regelmäßigen Übungen wie auch bei ernsthaften Einsätzen.
Zu den Feuerwehrgeräten gehörte u.a. auch ein Spritzenwagen mit
Handdruckspritze, für dessen Fortbewegung als Zugmittel Kuh- oder
Pferdegespanne notwendig waren. Für die betriebliche Wasserförderung
waren 8 Mann erforderlich.
1938
kaufte man - nach Auflösung der Gemeinde Ehlenbach - die so genannte
„Ehlenbach“-Handdruckspritze, da der vorherige Spritzenwagen
erhebliche Mängel aufwies und nicht mehr reparaturfähig war.

Handdruckspritze Ehlenbach
Bei Beginn des zweiten Weltkrieges
kam es zur Gründung einer Feuerwehr-Jugendgruppe, die aber - bedingt
durch die Einberufung zum Heeresdienst - sich im Laufe der
Kriegsjahre wieder auflöste. Auch der Übungsdienst in der Wehr litt
durch den Krieg erheblich.
1945
wurde nach Kriegsende aufgrund des
Erlasses einer Verfügung der französischen Militärregierung die
Tätigkeit aller Vereine und öffentlichen Institutionen verboten.
Darunter fiel auch der Feuerwehrdienst.
1946
nahm die Freiwillige Feuerwehr
Oberreidenbach nach Aufhebung dieses Verbotes ihren Dienst wieder
auf.
So wie es die Gemeindefinanzen erlaubten, wurde das Geräte- und
Schlauchmaterial zunehmend durch Neuanschaffung ergänzt bzw.
erweitert.
1952
wurden neue Uniformen angeschafft, denn die alten Uniformen hatten
die Besatzungstruppen nach dem Krieg konfisziert.
In diesem Jahr wurde Arthur Henn zum stellvertretenden Wehrführer
gewählt.
1956
feierte die Freiwillige Feuerwehr Oberreidenbach ihr 25-jähriges
Jubiläum.

25 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Oberreidenbach
1965
erfolgte die erste größere Geräteanschaffung: die Tragkraftspritze
„TS-8“.
1967
stellte Wehrführer Julius Flohr wegen Erreichens der Altersgrenze
sein Amt zur Verfügung. Zum neuen Wehrführer wurde sein bisheriger
Stellvertreter Arthur Henn gewählt. Als stellvertretender Wehrführer
wurde Willi Müller gewählt, dessen Amt 1970 Willi Horbach
übernahm.
In diesem Jahr erfolgte auch die Anschaffung des ersten Löschfahrzeuges
„Ford-Taunus-Transit“. Dies war ein Höhepunkt in der Geschichte der
Freiwilligen Feuerwehr Oberreidenbach. Damit war die Wehr
beweglicher und schneller geworden und konnte ab diesem Zeitpunkt
auch bei Notfällen außerhalb der Gemeinde zur Hilfeleistung in
Nachbargemeinden eingesetzt werden.

TSF 1967 - 1990
In den kommenden
Jahren nahmen viele Wehrmänner an entsprechenden Lehrgängen im
Feuerlöschwesen und Katastrophenschutz und Schulungen teil.
1980
wurde Heinz Sohni zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Dank
seiner Initiative konnte durch beispielhafte Jugendarbeit eine
aktive Jugendgruppe gewonnen und ausgebildet werden.
1981
feierte die Freiwillige Feuerwehr
Oberreidenbach ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem dreitägigen Fest
in der Vereinshalle.

50 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Oberreidenbach
1983
wurde Arthur Henn nach 44
Dienstjahren - davon 16 als Wehrführer - aus dem aktiven Dienst
verabschiedet und zum Ehrenwehrführer ernannt.
Seine Nachfolge trat Heinz Sohni an, Stellvertreter wurde Ernst
Wendling, später Raimund Reichert.
1988
trat Raimund Reichert als Wehrführer die Nachfolge von Heinz Sohni
an, der 1987 plötzlich verstarb. Zum stellvertretenden Wehrführer
wurde Wolfgang Sohni gewählt.

Gründung der Partnerschaft mit
der FFW Verden-Eitze
In diesem Jahr schließen wir bei
einem Ausflug in die Lüneburger Heide eine Freundschaft mit
unserer heutigen Partnerfeuerwehr Verden-Eitze.
1990
erhielten wir ein neues TSF. Das 23 Jahre alte, aber noch sehr gut
erhaltene Fahrzeug wurde in die Partnergemeinde des Landkreises
Birkenfeld nach Sömmerda in Thüringen abgegeben.

Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
1993
gründet die Freiwillige Feuerwehr den „Verein der Freunde und
Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Oberreidenbach“, der heute ca.
100 Mitglieder zählt.
Der Verein verfolgt gemeinnützige
Zwecke wie z.B. den Feuerwehrgedanken und die Pflege der
Kameradschaft zu fördern. Dies wird insbesondere verwirklicht durch
ideelle und materielle Unterstützung.
1994
übernimmt die Oberreidenbacher Wehr die Atemschutzträgerschaft und
wird Schwerpunktwehr für die Verbandsgemeinde Herrstein im
Reidenbachtal.
Ein Meilenstein der Freiwilligen
Feuerwehr Oberreidenbach war die Gründung der Jugendfeuerwehr mit
insgesamt 4 Mädchen und 12 Jungen. Jugendwart wird Stefan Becker,
sein Stellvertreter Heiko Horbach.

Gründung Jugendfeuerwehr
Oberreidenbach
Die Jugendfeuerwehr hat auch
derzeit 16 Mitglieder und wir sind sehr stolz darauf. Jugendwart ist
Stefan Becker, sein Stellvertreter seit 2004 Marcel Fett.

Jugendfeuerwehr Oberreidenbach
2006
1996
feierten wir das 65-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr mit
einem Festwochenende in der Vereinshalle. Ein handgefertigtes
Jubiläumsgeschenk unserer Partnerwehr aus Eitze ziert heute die
Außenwand des neuen Gerätehauses.

1998
erhielten wir ein neues
Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) und das erste hydraulische
Rettungsgerät sowie weitere erforderliche Ausrüstungen, insbesondere
für technische Hilfe bei Unfällen auf der B 270.

Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser
(TSF-W)
1999
Planung und Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses. Mit aktiver
Eigenleistung und einem guten Baufortschritt war das Gerätehaus zum
Jahresende soweit hergestellt, dass „Licht brannte und die Heizung
in Betrieb war“.
2000
Am 31.12. wurde uns ein größeres
Einsatzfahrzeug - LF 8/6 - zugeteilt. Das Fahrzeug wurde nach
erforderlichen Umbauarbeiten zum 01.01.2001 in Betrieb genommen.

Einsatzfahrzeug LF 8/6
2000
Stefan Becker wurde zum stellvertretenden Wehrführer gewählt und
tritt die Nachfolge von Wolfgang Sohni an.
2001
Nach endgültiger Fertigstellung des neuen Gerätehauses wurde dieses in feierlichem Rahmen seiner
Bestimmung übergeben.

Neues Gerätehaus
2004
Die Jugendfeuerwehr Oberreidenbach
feiert 10-jähriges Bestehen.
2005
Raimund Reichert wird zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Herrstein
gewählt. Infolgedessen wird die Neuwahl der Wehrführung
Oberreidenbach erforderlich. Stefan Becker wird zum Wehrführer,
Heiko Gehres zum Stellvertreter gewählt.
2006
Die Freiwillige Feuerwehr Oberreidenbach feiert 75-jähriges
Jubiläum.
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